Bevor ich auf unseren ersten Hafen im Oman eingehe, möchte ich ein oder zwei Sätze zum Oman an sich sagen:
Bevor wir unsere Reise begonnen haben, haben wir uns nicht mit dem Land beschäftigt: das war ein Fehler, denn es bietet so viel mehr als wir vermuteten. Die Landschaft ist atemberaubend. Die Menschen sind nett und auch sonst geht es dort eigentlich sehr liberal zu. Nicht umsonst wird der Oman als die „Schweiz“ der arabischen Halbinsel betitelt. Nach der Machtübernahme im Juli 1970 durch Qabus bin Sa’id Al Sa’id verwandelte dieser das Land mit viel Weitsicht und unter Berücksichtigung der Traditionen mit Hilfe der Einnahmen aus der Ölkrise; diese flossen in erster Linie in die Infrastuktur (vor allem Straßen) sowie dem Aufbau eines einheitlichen Gesundheits- und Bildungswesen. Das wird auch der Grund, warum der Sultan häufig als Namensgeber für öffentliche Einrichtungen dient.
Für uns steht fest: der Oman steht auf jeden Fall noch einmal auf der Liste für künftige Urlaube…
Unser erster Hafen war Maskat, die Hauptstadt des Omans und der Landgang begann mit der Ausgabe der Touristenvisa:

Für Maskat planten wir den Besuch des „Wadi Shab“. Auf dem Hafengelände selber durfte man sich nicht frei bewegen, weil das Schiff im Industriehafen von Maskat lag. So wurden wir mit Bussen zum Hafenausgang gebracht. Dort wartete bereits unser Guide und geleitete uns zu unserem Fahrer. Knapp 150 Kilometer fuhren wir zunächst landeinwärts um dann entlang der Küste bis kurz vor Tiwi zu fahren.

Wadis sind nahezu ausgetrocknete Flussbetten, die das Land – trotz aller Widrigkeiten – mit Wasser versorgen. Die Ur-Omanis entwickelten bereits Systeme zur Feldbewässerung mit in Stein gehauenen Äquadukten, als man im alten Rom noch gar nicht daran dachte, Wasser von einem Ort zum nächsten zu bewegen.
Durch die natürlichen Wasserreservoirs sind diese Wadis dann eben auch grün:


Und wisst ihr, was das Beste ist? Man kann in diesen Wadis auch schwimmen gehen…